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Lord of Shadows - Review

Lord of Shadows The Dark Artifices 2 Cassandra Clare 699 pages McElderry Books So ...

30.12.18

f a v o u r i t e b o o k s o f 2 0 1 8


f a v o u r i t e     b o o k s     o f      2 0 1 8


so 2018 is almost over, it is the 30th, but the only book I might finish before 2019 is history is all you left me and that is a reread, I have read 109 books so far. 76 of them were in English, a few were in French (I had my finals this year) and the rest was in german.  My average rating was 4.01, which is quite high, but mostly because I have reread 28 books, most of them my favourites, so these got all high ratings, of the new books, not too many I considered new faves, but here they are in no particular order, as usual, I did not count rereads.

invictus – ryan graudin
            really fun and fast paced time-travel story with loveable characters

stand-off – andrew smith
the sequel to winger by andrew smith, set in a boarding school, grief, friendship, I just have this intense love for andrew smith’s books and while reading, i kept thinking “i never want this to end”

the disreputable history of frankie landau banks – e.lockhart
same as with andrew smith, e.lockhart is one of my faves, especially, because most of her books are fun contemporaries, but they are feminist af and tackle all the problems I have with other ya romances

the princess saves herself in this one – amanda lovelace
I cried so hard, again the feminism and grief and abuse, this book hit me deep, some of the poems have really stayed with me all year long

a darker shade of magic – v.e.schwab
            I love this world and the characters, I really have to read the second book

the great gatsby – f.scott fitzgerald
I read this for my finals, and wow, do I really have to say something about this?

and then there were none – agatha Christie
again, I read this for school, but I specifically chose this, because Agatha christie never disappoints

the boyfriend list – e.lockhart
e.lockhart hit me again, I finally read her 4 book series about ruby oliver, and I am so sad, that not more people talk about it, again: feminism

the thing around your neck – chimamanda ngozi Adichie
I have been actively seeking out feminist lit in 2018 and the short stories in this collection have really touched me, I also read and loved we should all be feminists and a feminist manifesto this year, but they are not books

sapiens a brief history of human kind -yuval noah Harari
it took me quite some time to get through this, mainly because I only ever read a few pages at a time, when I was on public transport or had to wait, but the first half of the book was mind-blowingly good and the second one was, let’s call it regularly good, I just did not agree with everything he said, but he made some very interesting points

vicious – v.e.schwab
I love villains! Vicious was amazing, I loved how genuinely bad the characters were, the beginning was especially great, because of the structure


h o n o u r a b l e       m e n t i o n s

queen of air and darkness – cassandra clare
it was really good, but my expectations of cassie’s books are also really high and this one disappointed in just enough places to not completely blow me away

die Känguru Chroniken – marc-uwe kling
I have literally nothing negative about this, it is a collection of short sequences that tell the story of a german writer and performer who lives with a communist kangaroo and I have laughed so hard, but it is not really structured like story

a very large expanse of sea -  tahereh mafi
feminism, it was almost perfect, I just wasn’t as invested in the characters as I would have liked to be

the lady’s guide to petticoats and piracy – mackenzie lee
this was the first asexual rep I have ever read and, I myself am not asexual, so I can’t really tell, but I could really get an insight in what it is like and how society does not understand and accept it, also really funny, the ending was a bit crazy

02.12.18

Geheimnisse des Schattenmarkets 7 - Mein verlorenes Land – Cassandra Clare und Sarah Rees Brennan


Alec Lightwood und sein Verlobter Magnus Bane haben nach dem Krieg gegen die Erdunkelten viel Arbeit die die Pflege der Beziehungen zwischen den Schattenjägern und den Schattenwesen gesteckt und eine Allianz gegründet. Alec verliert deswegen auch keine Zeit als Jem und Tessa ihn darüber informieren, dass die Schattenwesen des Schattenmarktes von Buenos Aires ihre Hilfe brauchen. Sofort reist er mit der Vampirin Lily Chen dorthin und muss feststellen, dass viele Schattenjäger vergessen haben, was es bedeutet ein Nephilim zu sein und was ihre Pflicht ist. Nebenbei erfährt er mehr über die Linie der verschollenen Herondales und trifft auch auf einen jungen Schattenjägerwaisen, der ihn gar nicht zu mögen scheint.

Meine Meinung


Das ist definitiv meine liebste Geschichte aus «Geheimnisse des Schattenmarktes», das liegt vielleicht daran, dass Alec, Magnus, Jem und Tessa ganz ganz oben auf meiner Liste meiner liebsten Charaktere aus der Schattenjägerwelt sind. Ich denke es hat der Geschichte sehr geholfen, dass wir die meisten Figuren schon kannten, es brauchte deswegen nicht so viel Build-Up und konnte direkt zum Emotionalen übergehen. (Ich habe viel geweint.) Auch war diese Kurzgeschichte länger als die anderen und hatte damit mehr Zeit, um eine in sich abgeschlossene Handlung aufzubauen. Wir haben endlich Lily Chen näher kennengelernt und durch ihre Backstory wurde das ganze fast schon zu einer Art Tribut an Raphael, eine Figur, die ich schon immer sehr gemocht habe und die meiner Meinung nach viel zu wenig Aufmerksamkeit bekommen hat. Die Bösewichte dieser Geschichte waren eher unscheinbar, und dienten wohl vor allem als eine Vorbereitung für «Queen of Air and Darkness», welches in nur 2 Tagen erscheint!!
Magnus’ und Alecs Beziehung und vor allem auch ihre Familie wurde endlich wieder etwas mehr in den Fokus gerückt und es waren diese Momente der Zuneigung, zwischen Alec und Magnus, oder ihm und seinem Vater und seinen Kindern, die mich immer wieder zu Tränen gerührt haben. Mein einziger Kritikpunkt ist der Schreibtstil, was für mich sehr überraschend ist, denn ich habe nun schon unzählige Bücher von Cassie gelesen, aber er erschien mir in dieser Geschichte irgendwie plump und abgekürzt, das lag sicher auch am Medium, aber es fiel mir leider immer wieder negativ auf. Es kam mir so vor, als ob die Dialoge nicht besonders gut überarbeitet worden wären.

Trotzdem, wie schon gesagt, war «Mein verlorenes Land» in meinen Augen die beste der neuen Kurzgeschichten und ich bin schon sehr gespannt auf diejenigen, die in der gebundenen Ausgabe noch ergänzt werden. Ich fühle mich nun genügen vorbereitet auf QoAaD. hier geht's zum eBook

18.11.18

Hercule Poirots Weihnachten - Rezension

Agatha Christie
Hörbuch

Gekürzte Lesung

Gelesen von Klaus Dittmann

Laufzeit 4h 13min
hier geh's zum Hörbuch 

Inhalt


Das reiche und eher unsympathische Familienoberhaupt Simeon Lee lädt seine ganze Familie über Weihnachten zu sich nach Hause ein. An Heiligabend finden seine Verwandten ihn aber tot in einem verschlossenen Raum vor, die ungeschliffenen Diamanten, die sich zuvor in seinem Besitz befunden hatten; weg. Glücklicherweise ist die Polizei schon unterwegs, denn Simeon hatte sie zuvor gerufen, weil er sich vor Diebstahl fürchtete. Der Fall schein sehr verworren, glücklicherweise ist der bekannte Detektiv Hercule Poirot gerade bei Oberst Johnson zu Besuch und hilft Polizeiinspektor Sugden bei den Untersuchungen, bei denen sie tiefer in Simeons eher unrühmliche Vergangenheit graben müssen und das eine oder andere Familiengeheimnis aufdecken.

Meine Meinung


Ich habe das ganze Hörbuch in einem Rutsch durchgehört, ich konnte nicht mehr aufhören. Agatha Christies Talent für Detektivromane ist einfach unglaublich. Dieser Fall hat mich stark an «Mord im Orient Express» (hier meine Rezension) erinnert. Ein reicher alter Mann, mit fragwürdiger Vergangenheit, wird von dieser verfolgt und unter mysteriösen Umständen getötet, die Verdächtigen sind alle noch vor Ort und werden von Poirot durchleuchtet. Immer wieder stösst man auf einen Hinweis, den man im Hinterkopf behält, aber Poirots Intelligenz übersteigt die meine immer und ich werde stets überrascht von Christies Geschichten. Die Ähnlichkeit ist gross, hat mich aber gar nicht gestört, vor allem, weil «Mord im Orient Express» ein geniales Buch war, ich lese nur zu gerne ein Buch, das ihm nachschlägt. Ich finde Christies Bücher funktionieren sehr gut als Hörbücher, man wird einfach immer noch ein Stück mehr in der Szenerie gefangen gehalten und bei einem Buch wie diesem passt ein Hörbuch, besonders eines gelesen von Klaus Dittmann, wie die Faust aufs Auge.
Gerade jetzt in der Weihnachtszeit eine grosse Empfehlung von mir.

04.11.18

Die Bösen – Geheimnisse des Schattenmarktes 6 - Rezension/Ghosts of the Shadow Market Cover



Cover vom Bloggerportal
Cassandra Clare und Robin Wasserman
eShort
Goldmann Verlag
Hier geht’s zum eShort

Céline Montclaire sucht stets Zuflucht in Paris, ihre Eltern pflegen sehr ungewöhnliche Erziehungsstrategien und immer wieder versucht sie ihnen zu entkommen. Auf diesen Fluchtversuchen stiess sie auf den Schattenmarkt in Paris. Jetzt ist sie wieder dort, aber auf einer Mission für den Kreis, für Valentin. Zum ersten Mal glaubt jemand an sie und sie vertraut Valentin ihr ganzes Glück an, im Gegenzug. Er verlangt von ihr viel, und verspricht ihr dafür den Mann, den sie liebt: Stephen Herondale.

 

Meine Meinung


Ich gehe davon aus, dass man die Rezension zu Teil 6 liest, auch die Geschichte schon gelesen hat, ich werde deswegen später auch ein wenig spoilern.
Aber hier erst einmal ein paar allgemeine Eindrücke.
Endlich! Wir kennen den Namen Céline schon ewig, bereits in den Chroniken der Unterwelt lernen wir, dass sie die Mutter von Jace war, die zweite Frau von Stephen. Doch immer war es ein Rätsel, wie es dazu kam, dass Stephen sich von Amatis getrennt und in Céline verliebt hat. Sie war einfach eine grosse Unbekannte in diesem Spiel. Nun haben wir sie endlich kennengelernt und einen Einblick in ihren Kopf erhalten. Wir haben auch Stephen vorgestellt bekommen, von dem wir bis jetzt auch nur wussten, dass er zu den eher charakterschwachen Herondales gehörte. Ganz Herondale-typisch hat er Angst vor einer sehr harmlosen Vogelart; Tauben.

Wie bei vielen der anderen Geschichten in dieser Sammlung, wollte ich am Ende einfach mehr. Ich hoffe sehr, dass wir die genaue Geschichte des Aufstieges des Kreises mal sehen werden.

Jetzt aber noch ein paar Details, die Spoiler sind.


Im Laufe dieser Geschichten haben wir uns langsam den verschollenen Herondales angenähert. Wir kennen Kit und seinen Vater Johnny Rook, aus Lady Midnight, und wir wissen ungefähr was mit Tobias Herondale geschah, beziehungsweise, wie sein Kind verschwunden ist, aber dazwischen klafft eine grosse Lücke. In «Die Bösen» lernen wir nun Jack Crow kennen, von dem man anfangs denkt er sei ein Herondale, aber Jems Bemerkung über sein Aussehen, das gar einem Herondale gleicht, zeigt schnell, dass das vermutlich eine falsche Fährte ist. Stattdessen hat Rosemary, seine Frau, die typischen Herondale Augen und damit nimmt Cassie ihren Plottwist schon vorneweg. Und tatsächlich, es stellt sich heraus, Rosemary ist eigentlich eine der verschollenen Herondales.
Was mich jetzt noch zum Nachdenken anregt ist die Ähnlichkeit der Namen Johnny Rook und Jack Crow, ich hoffe wir erfahren bald, was da genau passiert ist.

Um auf Céline zurückzukommen, mit ihr stimmt etwas ganz und gar nicht. Wir Erfahren im schon früh in der Geschichte, dass ihre Eltern ihr immer wieder Schmerzen zugefügt haben, und sie im Keller eingesperrt haben. Das hat dazu geführt, dass sie ein sehr verzerrtes Bild von Liebe hat. Sie himmelt Stephen an und ist sehr willig sich komplett zu ändern, um ihm zu gefallen. Auch weiss sie, dass er sie nicht liebt, sie ist aber trotzdem bereit, Valentins Angebot anzunehmen, und Stephen zu bekommen. Leider wird nie weiter ausgeführt, wie es dazu kam, dass ihre Eltern sie so missbraucht haben, denn Valentin lässt sie einfach töten am Ende der Geschichte und Céline akzeptiert das einfach so.

Das Cover für Ghosts of the Shadow Market ist da!

 

Son of the Dawn                    (Sohn der Dämmerung)         hier geht’s zu meiner Rezension
Cast long Shadows                 (Ein langer Schatten)             hier geht’s zu meiner Rezension
Every Exquisite Thing             (Alles Erlesene dieser Welt)
Learn about Loss                    (Verlust)                                 hier geht’s zu meiner Rezension
A deeper Love                        (Eine tiefere Liebe)                hier geht’s zu meiner Rezension
The Wicked Ones                   (Die Bösen)
The Land I lost                        (Mein Verlorenes Land, ET 19.11.18)
Through Blood, Through Fire (Durch Blut und Feuer, ET 24.12.18)


 Und das ist das Cover:

01.11.18

Verloren in Eis und Schnee – Die unglaubliche Geschichte der Geschwister Danilow - Rezension



Davide Morosinotto
Cbj Audio
Bearbeitete Lesung, 8h 21min
Gelesen von Gabrielle Pietermann, Nicolas Artajo, Reinhard Kuhnert
Originaltitel: La sfolgorante luce di due stelle rosse
hier geht's zum Buch

Um was geht es?


Unsere Geschichte beginnt in Leningrad während des Zweiten Weltkriegs. Die Zwillinge Danilow, Nadja und Viktor, sind 13 Jahre alt und verbringen ihre Freizeit gerne in der Hermitage, wo ihre Eltern arbeiten. Doch dann brechen die Nazis ihren Pakt mit der Sowjet Union und greifen an. Leningrad (heute St. Petersburg) liegt im Westen der Sowjet Union und wird dementsprechend schon bald zum Ziel der Deutschen. Mit Zügen werden die Kinder Leningrads deshalb evakuiert ins Innere des Landes. Ihre Eltern schärfen Nadja und Viktor ein unbedingt immer zusammenzubleiben, doch sie werden unterschiedlichen Zügen zugeteilt, Tage danach wird dann bekannt, dass Zug 76, der Zug in dem Nadja sass, von den Deutschen bombardiert wurde und alle Insassen dabei ums Leben kamen. Doch Viktor glaubt nicht daran, dass seine Schwester nicht mehr lebt, als Zwillinge haben sie eine sehr spezielle Beziehung und er macht sich auf den gefährlichen Weg zurück in den Westen, der Front entgegen, auf der Suche nach Nadja. Dabei weiss er noch nicht, welche Rolle er in der Belagerung von Leningrad und dem Kriegsgeschehen als Ganzes spielt.

Meine Meinung zum Hörbuch


Ich liebes es, wenn Hörbücher einem komplett in ihre Welt aufnehmen, und so geschah es, als ich mit dem Fahrrad durch den kalten Wintermorgen gefahren bin, und im Ohr mitangehört habe, wie Viktor und Nadja sich ihren Weg durch den eiskalten russischen Winter zueinander bahnen.
Ich war sehr positiv überrascht von «Verloren in Eis und Schnee», denn ich bin doch etwas älter als die Zielgruppe von ca. 12 Jährigen, und ich habe auch ein gewisses
Vorwissen über den Zweiten Weltkrieg und die Belagerung Leningrads. Das war auch der Grund, weshalb ich dieses Hörbuch als Rezensionsexemplar angefragt habe. Doch diese Geschichte hörte sich älter an, die Kinder erleben Schreckliches, ohne dass dabei etwas geschönt wird, und auch die Komplexität der Geschichte enttäuscht nicht. Das einzige was ich deswegen kritisieren würde ist, dass die Kinder älter wirkten als sie eigentlich waren.

Erzählt wird die ganze Geschichte in der Form von Tagebucheinträgen, die die Zwillinge schreiben, in der Art wie sie schreiben spürt man oft auch, wie sie sich fühlen. Da ich das Buch als Hörbuch gehört habe und Nadja und Viktor unterschiedliche Leser hatten, war immer klar, wer was geschrieben hatte, man erkannte es aber auch am Schreibstil. Persönlich fand ich die Sprecherstimmen sehr angenehm und passend, die von Nadja, Gabrielle Pietermann, ist auch die deutsche Synchronstimme von Emma Watson.

Ich habe schon einmal angesprochen, dass mir die Atmosphäre des Buches sehr gefallen hat, das lag daran, dass die Geschichte sehr an ein russisches Märchen erinnert hat, stellenweise wird es sogar auch angesprochen, verstärkt wird dieser Effekt dadurch, dass immer wieder erwähnt wird, wie unglaublich die ganzen Erlebnisse von Viktor und Nadja sind, aber ob das ganze stimmt oder nicht, spielt irgendwie keine Rolle, im Krieg hätte alles passiert sein können.

Vielen Dank an das Bloggerportal, für das Rezensionsexemplar.

29.09.18

Amani - Heldin des Morgenrots

Cover vom Bloggerportal
Alwyn Hamilton
480 Seiten
cbt Verlag

Auf viele Arten ist «Amani – Heldin des Morgenrots» es ein wahnsinnig gutes Jugendbuch. Damit meine ich, dass es die Fehler korrigiert, die viele andere Bücher, besonders Fantasy YA (= Young Adult) machen.

Viele dieser Jugendbücher handeln von starken jungen Frauen, das ist an sich ja etwas sehr Gutes, nur leider we
rden starke Frauen meistens über eine physische Stärke definiert und ihre «Bad-Ass-igkeit» wird nur vorgegaukelt, das heisst sie werden immer als kaltblütig oder steinhart dargestellt, handeln aber nie entsprechend. Ein Beispiel dafür wäre Celaena Sardothien, die immer als knallharte Assassinin dargestellt wird, aber kaum je jemanden tötet. Amani hingegen ist reif für ihre zarten 17 Jahre und trifft Entscheidungen stets gut überlegt; Sie tut es nicht gerne, aber sie foltert und tötet notfalls schon.

Ich habe schon angesprochen, dass Hamilton mutig ist. In vielen finalen Bänden von Jugendbuchreihen kommt die Spannung nicht richtig auf, weil man von Anfang an weiss, dass die Hauptfiguren sowieso nicht in Gefahr sind. Seid euch bei diesem Buch dabei nicht zu sicher. Dementsprechend fühlt sich die Gefahr aber auch echt an. Die Handlung schreitet zügig voran und die letzten 200 Seiten fliegen nur so daher.

Die Kriegssituation ist sehr strategisch und vieles wird aus der Sicht eines Geschichtenerzählers der Zukunft geschildert, damit nimmt die Autorin den Aspekt auf, dass Geschichten geschönt werden, dass nicht immer alles funktioniert wie es sollte und dass auch die Helden berechnend sind und manipulieren, um ihr Ziel zu erreichen. Denn Menschen sind nicht nur gut oder schlecht. Bis auf ein paar wenige Ausnahmen waren die meisten Figuren weder klassische Helden, noch Bösewichte sondern hatten egoistische und heldenhafte Züge gemischt. Das macht sie viel interessanter und realistischer. Auch hier wieder, ein Zeichen von Qualität, wie man es von Hunger Games kennt.

Besonders beeindruckt hat mich, dass Amani, die Protagonistin, ihre eigenen vergangenen Handlungen reflektierte und feststellte, dass sie damals, also ca. in Band 1, aggressiv und egoistisch war. Damals war sie noch eine viel klassischere Jugendbuchheldin, die sehr oft nicht so gut sind, wie sie selbst von sich denken, und diese Selbstreflexion zeigt endlich einmal ein realistisches Älterwerden von jugendlichen Protagonisten.

Ich fand Amani – Heldin des Morgenrots richtig gut, es hat sovieles richtig gemacht, ich habe nur zwei Kritikpunkte. Das Setting fand ich sehr verwirrende. Die Mischung aus Fantasy und Technologie ist zwar erfrischend und neu, allerdings war mir die Welt nicht besonders präsent und jedesmal, wenn ein modernes Element erwähnt wurde, hat es mich wieder irritiert, da diese nicht besonders gut eingebaut wurden.

Was mir jetzt noch zu sagen bleibt ist bloss, dass ich dieses Buch sehr gerne geliebt hätte, es war technisch nahezu perfekt, aber mir hat die emotionale Verbindung gefehlt. Ich habe keine Gefühle gegenüber Amani oder Jin aufgebaut und dementsprechend war ich auch nicht besonders mitgenommen, wenn sie in Gefahr waren. Ich schliesse aber nicht aus, dass es daran liegen könnte, das ich Band zwei vor ca einem Jahr gelesen habe und die Figuren und ihre Geschichte nicht mehr besonders gut im Kopf habe.

Vielen Dank and das Bloggerportal für das Rezensionsexemplar.

20.09.18

Die Geheimnisse des Schattenmarktes 5 – Eine tiefere Liebe



Cover vom Bloggerportal

Cassandra Clare und Maureen Johnson


Tessa fühlt sich nach dem Tod ihres Mannes sehr alleine, ihre Unsterblichkeit und damit verbundene ewige Jugend trennt sie von ihrer Familie und deswegen lebt sie nun mit ihrer Freundin Catarina Loss in einem kleinen Apartment in London. Gemeinsam arbeiten sie im St. Bart’s Hospital als Pflegerinnen. Dort werden sie auch dringend gebraucht, denn es ist das Jahr 1940 und London wird von den Deutschen bombardiert. In einer Bombennacht kommt dann auf einmal ein besonderer Junger Mann, bereits dem Tode sehr nahe, nach St. Bart’s und Tessa muss nun fürchten, auch die zweite grosse Liebe ihres Lebens zu verlieren.


Meine Meinung zur fünften Geschichte


Ich kann absolut gar nichts an den Figuren aussetzen, nicht nur weil Cassandra Clare eine wahre Meisterin auf diesem Gebiet ist, auch weil ich Tessa und Jem von ganzem Herzen liebe. Mein Problem mit dieser Geschichte lag bei der Handlung, oder besser beim Fehlen einer solchen.

Die ganze Geschichte spielt sich in einer Nacht ab und handelt nur davon, dass Tessa und Catarina Jems Leben retten und danach Gespräche führen. Dass muss nicht per se schlecht sein, aber ich fand die Enthüllungen sehr schlecht präsentiert und vieles schien nur dank sehr, sehr glücklichen Zufällen zu klappen. Wie praktisch, dass Jem ausgerechnet auf die eine Person trifft, die etwas über die verschollenen Herondales weiss, nach denen er sucht. Wie praktisch, dass er genau in London war, ganz in der Nähe von Tessa, als er verletzt wurde. Das hätte ja auch an einem der anderen Orte passieren können, in denen die letzten Geschichten gespielt haben. Diese und viele andere glückliche Zufälle haben für mich die Spannung komplett kaputt gemacht. Dazu kommt, dass Jems Mission sehr unklar ist, ja er sucht verschollene Herondales, aber die genauen Hintergründe sind mir schleierhaft und der rote Faden, der die Geschichten miteinander verbindet, die Schattenmärkte, wirken sehr gesucht und spielen oft in den Geschichten keine grosse Rolle mehr, nach dem sie neue Figuren eingeführt haben. Aber auch das bekommen wir hier nicht.

Was ist mir denn noch geblieben? Tessa und Jem! Endlich bekamen wir zu sehen, wie seltsam ihre erneute Annäherung gewesen ist. Beide noch in ihrer Trauer um Will und Jem noch immer ein Stiller Bruder, so war es für sie nicht einfach, ihren Gefühlen für einander zu folgen. Damit schliesst sich eine Lücke, die zwischen den Ereignissen von Clockwork Princess und City of Heavenly Fire bestanden hatte.
Ich hoffe sehr, dass wir in der nächsten Geschichte wieder etwas mehr Handlung haben werden und das Geheimnis um die verschollenen Herondales endlich wirklich lüften werden.

Danke für das eBook Rezensionsexmplar ans Bloggerportal.

13.09.18

Endlich! – Dr. Eckart von Hirschhausen

Mit seinem neuen Programm schlägt Eckart von Hirschhausen eine neue Richtung ein. Dieses Mal dreht sich alles um die Zeit und wie sie unser Leben, vor allem dessen zweite Hälfte, beeinflusst. Auch dieses Mal wird das Programm wieder mit wunderschöner Klaviermusik untermalt, welche besonders gut in dieses, eher ruhigere und nachdenkliche Programm passt.

Nicht nur das Thema ändert, das ganze Programm wirkt ruhiger und nachdenklicher als frühere. Der Aspekt liegt weniger auf Witzen, als auf Denkanstössen, die aber durchaus auch eine humorvolle Note mit sich bringen. Offensichtlich ist Endlich! Stark von Hirschhausens eigener Erfahrung mit dem Älterwerden beeinflusst und durch seine Herangehensweise spricht dieses Thema nicht nur Ältere an, sondern durchaus auch Jüngere, mit meinen 20 Jahren bin ich noch ein Stück von den 50ern entfernt. Trotzdem wirkt sein Programm prophylaktisch, man bekommt schon einmal einen Vorgeschmack darauf, dass die Probleme, mit denen man sich in den frühen Jahren des Erwachsenseins herumschlägt, später gar nicht mehr so bedeutend sind und dass man durchaus vieles lernen kann von den Älteren und Weiseren.

Gerade in Anbetracht dessen war ich sehr froh darum, dass Hirschhausen zu der momentan Flüchtlingsdiskussion, ich weigere mich es eine «Problematik» zu nennen, seinen Standpunkt beisteuert. Grossen Respekt dafür.

Auch mit Endlich! Liefert Hirschhausen wieder ein lustiges aber wohl überlegtes Programm ab, welches wundervoll unterhält.
Vielen Dank an den Hörverlag für das Rezensionsexemplar.

Joëlle

21.08.18

Zeit der grossen Worte - Rezension


Cover vom Bloggerportal erhalten

Zeit der grossen Worte
Herbert Günther
ca. 300 Seiten (inkl. Anhang)
CBT Verlag
hier geht's zum Buch
 
Die Familie Hoffmann ist erst vor kurzem vom Land in die Stadt gezogen, wo die Mutter den Kolonialwarenladen ihres Vaters übernahm. Es ist das Jahr 1914. Ein Jahr grosser Worte. Worte, wie Vaterland, oder Heldentod, denn Deutschland ist nun im Krieg und sowohl der Vater, als auch der Bruder Paul Hoffmanns melden sich freiwillig. Voller Eifer ziehen sie in den Krieg, Paul, erst vierzehn Jahre alt, bleibt zuhause und hilft der Mutter im Laden. Doch schnell schlägt die Stimmung in den Briefen von der Front um und Paul dokumentiert, wie das Leben in einem kriegsgeplagten Land ist, wo trotzdem die Klassenunterschiede die Gesellschaft weiter aufteilen. 
 

Meine Meinung


Der Einstieg in «Zeit der grossen Worte» fiel mir sehr leicht. Die Anzahl der Figuren ist überschaubar und deren Absichten auch. Genaugenommen ist das einer meiner grössten Kritikpunkte: die Figuren sind sehr eindimensional und man erfährt kaum etwas über sie. Das liet sicher auch am eher geringen Umfang des Buches.

Besonders die Hauptfigur Paul ist noch eher jung und dementsprechend auch ein wenig naiv. Das wird vom Autor dazu verwendet, dem Leser klare Botschaften zu senden. Ziemlich das Gegenteil von dem «Show, Don’t» Tell Prinzip.

Obwohl Paul kontinuierlich älter wird, während die Geschichte fortschreitet, spürt man erst ganz zum Schluss, dass er erwachsener ist. Tatsächlich schaffte es das Ende, die Emotionen und Figuren spürbar werden zu lassen, etwas was in meinen Augen das ganze Buch lang eher gefehlt hatte.

Nichtsdestotrotz ist «Zeit der grossen Worte» sehr flüssig geschrieben und, da es auch nicht besonders lang ist, schnell weggelesen. Ich würde es als Einstieg für Jugendliche in Geschichten über den ersten Weltkrieg empfehlen.

Der Vergleich mit «Im Westen nichts Neues» drängt sich auf, da beide Bücher den Verlauf des Ersten Weltkriegs beschreiben, Paul Bäumer von der Front aus, Paul Hoffmann vom zivilen Leben. Ich denke beide Geschichten ergänzen sich ganz gut.

An dieser Stelle möchte ich dem Bloggerportal und CBT für das Rezensionsexemplar danken.

19.08.18

Die Geheimnisse des Schattenmarktes 4 – Verlust



Cassandra Clare und Kelly Link
Goldmann Verlag
e-Short

In diesem vierten Teil der Kurzgeschichtensammlung rund um die Schattenmärkte der Welt sind wir wieder einmal mit Bruder Zachariah unterwegs. Der inspiziert, zusammen mit einer angehenden eisernen Schwester namens Emilia, einen Basar in einer Kleinstadt in Amerika, dessen Besucher plötzlich seltsame Dinge tun.

Ich habe die ersten drei Geschichten auch bereits gelesen, zu den ersten zwei gibt es hier auf meinem Blog auch eine Rezension. Falls ihr diese gelesen habt, wisst ihr, dass ich sehr begeistert von dieser neuen Geschichtensammlung war. «Verlust» war nun eher enttäuschend. 

Einerseits war diese Geschichte deutlich kürzer, als seine Vorgänger. Das Setting des Basars war zwar sehr interessant und hätte viel Potential gehabt, es wurde aber leider nur oberflächlich gestreift. Dazu kam, dass Emilia eine, uns bisher unbekannte Figur war und wir haben sie auch nicht weiter kennengelernt. Nicht einmal ihr Nachname, sonst ein wichtiger Identifikationspunkt in den Schattenjägerchroniken, wurde offenbart. Ich vermute, dass sie später noch wichtig werden wird und ihr Name deswegen noch ein Geheimnis bleiben muss, aber das tröstet mich wenig, denn damit sind wir beim Kernproblem dieser Geschichte. Sie fühlt sich an wie ein Prolog, nur da um spätere Geschichten vorzubereiten oder Infos für Lady Midnight nachzuliefern. Sie hatte kaum Handlung und auch die Erinnerungen an Will Herondale konnten sie nicht retten. Ich fand «Verlust» nicht schlecht, ich fand nur, dass es kaum eine Geschichte war. Ich hoffe, dass die Geschehnisse dieses Basars zumindest in zukünftigen Büchern oder Geschichten noch einen Einfluss haben werden, besonders hoffe ich auf ein erneutes Zusammentreffen mit diesem kleinen Jungen, Bill, der das zweite Gesicht geschenkt bekommen hat.

Ich bin gespannt, was die nächsten Teile mit sich bringen werden und bin in der Zwischenzeit froh darum, dass diese Kurzgeschichten die Wartezeit auf «Queen of Air and Darkness» zumindest ein wenig verkürzen. Vielen Dank an das Bloggerportal und den Goldmann Verlag für dieses elektronische Rezensionsexemplar.

Joëlle

13.07.18

Die Geheimnisse des Schattenmarktes – Die Geschichten 1 und 2



Ich habe die 2. Geschichte «Ein langer Schatten» als eBook zur Rezension vom Goldmann Verlag erhalten. Die erste habe ich mir selbst gekauft.

Wie schon bei «Die Chroniken des Magnus Bane» und «Legenden der Schattenjägerakademie» hat Cassandra Clare hier, in Zusammenarbeit mit befreundeten Autorinnen und Autoren, Kurzgeschichten verfasst, die alle einen gemeinsamen Nenner haben. In diesem Fall sind es die Schattenmärkte, die es in allen grösseren Städten dieser Welt gibt, und die von Schattenweltlern und Schattenjägern aufgesucht werden. Besonders der Stille Bruder Zachariah taucht immer wieder auf. Dabei trifft er nicht nur auf seine alten Freunde, sondern auch auf deren Nachkommen, sowohl in London, als auch in New York City.

Eine kleine Spoilerwarnung am Rande, die Schattenjägerwelt umfasst eine riesige Menge an Büchern, wenn man diese Geschichten liest, wird man unweigerlich für die anderen Reihen Cassandra Clares gespoilert, dazu kommt, dass man sie gelesen haben muss, um wirklich alles zu verstehen. Ich weiss das sind eine ganze Menge Bücher, aber es lohnt sich eindeutig.

Sohn der Dämmerung

Cassandra Clare und Sarah Rees Brennan

In «Sohn der Dämmerung» erfährt Zachariah, dass in New York bald ein Schiff anlegen wird, das nicht nur einen neuen Bewohner des New Yorker Instituts an Bord hat, sondern auch eine ganze Menge Yin Fen süchtiger Werwölfe. Zachariah will um jeden Preis verhindern, dass Yin Fen noch weiter verbreitet wird, währenddessen sind die Geschwister Lightwood schon sehr gespannt auf den Neuankömmling.

Ich fand diese erste Geschichte bot einen sehr schönen Einstieg in diese Geschichtensammlung, sie hat schon einmal aufgezeigt, wie der Zusammenhang der einzelnen Geschichten sein wird. Das Yin Fen bietet eine Art Rahmen für den eigentlich interessanten Teil der Geschichte. Endlich haben wir die Szenen bekommen, in denen die Lightwoods Jace kennenlernen! Diese Geschichte war für meinen Geschmack viel zu schnell zu Ende.


Ein langer Schatten

Cassandra Clare und Sarah Rees Brennan

Matthew Fairchild erfreut sich an den schönen Dingen des Lebens. Kleidung, seine Freunde und Abenteuer. Er, sein Parabatai James Herondale und Christopher Lightwood sind erst kürzlich von der Schattenjägerakademie geflogen und trainieren jetzt im Londoner Institut. Der Grund für ihren Rausschmiss war die kleine aber nicht ganz unbedeutende Tatsache, dass sie die Schule in die Luft haben fliegen lassen. Und das nur weil ein Mitschüler Bemerkungen über Matthews Herkunft angestellt hatte. Matthew will endlich die Wahrheit erfahren und bemerkt dabei zu spät, dass er an einen immer dunkleren Ort gerät.

Matthew und seine Gang kennen wir erst aus den «Legenden der Schattenjägerakademie» und ich kann es kaum erwarten in «The Last Hours», der nächsten Trilogie von Cassie, mehr über sie zu erfahren. Dementsprechend war ich extrem erfreut über diese Geschichte. Langsam erfahren wir mehr über James und Matthew, aber mit jeder Enthüllung stellen sich mir tausend neue Fragen. Da wir die meisten Charaktere des viktorianischen Londons schon kennen, können Cassie und Sarah mit wenigen Seiten grosse Emotionen in uns auslösen. Mich haben sie zumindest zum Weinen gebracht.

Ich bin nun sehr gespannt auf die weiteren Geschichten in «Die Geheimnisse des Schattenmarktes» und natürlich auf alles, was Cassie in naher und ferner Zukunft über die Schattenjäger schreiben wird.

06.06.18

Doctor Who als Hörerlebnis


Als Kind war ich nicht nur eine begeisterte Leseratte, ich und meine Schwester haben auch ständig Hörspiele gehört. Erst waren es noch Bibi Blocksberg Kassetten, danach dann Die drei ??? CDs. Hörspiele und auch Hörbücher waren für mich immer schon eine tolle Gelegenheit, um eine Geschichte zu erleben und nebenbei etwas anderes zu machen, früher war das ausmalen oder Barbies frisieren, heute eher putzen oder arbeiten.
Als der Lübbe Audio Verlag mir anbot, die neuen Hörspiele zur TV-Serie Doctor Who auszutesten, habe ich natürlich sofort zugestimmt. Auch weil ich die Serie sehr mag.

Der Verlag hat mir dann die folgenden drei Titel geschickt:


Mit den Links kommt ihr direkt zur Website des Lübbe Audio Verlags, wo ihr euch auch eine Hörprobe anhören könnt.

Und beim Anhören hat sich bei mir tatsächlich dasselbe Gefühl wieder eingestellt, das ich von damals kannte, das «die drei ??? Gefühl». Innerhalb der letzten 2 Wochen habe ich mir die drei Hörspiele angehört und ich war sehr positiv überrascht.

Alle drei dauern ca. eine Stunde und erzählen von den Abenteuern des 10. Doktors (gespielt von David Tennant) und Donna Noble, mit dabei sind die originalen Synchronstimmen der beiden Hauptpersonen.

Ein Problem bei Hörspielen kann sein, dass man verwirrt ist, oder nicht ganz in die Welt hineinfindet, weil das Optische fehlt. Ich selbst kannte die drei Geschichten der Hörspiele noch nicht, habe aber schon einen Grossteil der Serie gesehen und kenne die Welt Doctor Whos daher schon etwas, für mich war es kein Problem die Hörspiele zu verstehen.
Ich würde sie dementsprechend auch jedem empfehlen, der schon ein wenig über Doctor Who weiss und gerne auch mal wieder die Erfahrung eines Hörspiels machen möchte. Ich finde es immer wieder entspannend nicht nur mit den Augen am Bildschirm zu hängen.

Technophobie


Ein wenig in der Zukunft, bestimmt stimmgesteuerte Technik unser Leben immer mehr, wenn erste Fehler auftreten hält die Erfinderin der Sprachsteuerung noch die Benutzer für die Verursacher, doch auch sie muss merken, dass ihre Technologie sich nicht mehr von ihr steuern lässt. Übernimmt die Technologie die Menschheit, oder stecken da die Koggnossenti dahinter? Glücklicherweise sind der Doktor und Donna zur Stelle und retten, wieder einmal, die Welt.

Die Zeitdiebe


Die TARDIS braucht ein Ersatzteil, weswegen der Doktor und Donna den Raumhafen-Planeten Calibris aufsuchen, dort versucht gerade eine neue Spezies die Ordnung wiederherzustellen. Dummerweise taucht gerade dann eine gefährliche Waffe wieder auf, ausgerechnet auf Calibris.

Der Tod und die Königin


Donna Noble lebt den Prinzessinnentraum, sie hat den Prinzen eines fernen Königreichs kennengelernt und der möchte sie nun heiraten. Ihre Vorstellung des Prinzessinnenlebens erweist sich aber als nicht ganz korrekt. Nicht nur ist ihre Schwiegermutter gar nicht begeistert von ihr, das Königreich wird auch noch vom Tod selbst angegriffen. Gut, dass der Doktor rechtzeitig auftaucht.

Von den dreien gefiel mir vermutlich «Der Tod und die Königin» am besten, aber sie alle haben gezeigt, dass bei Doctor Who nichts so ist, wie es anfänglich scheint. Und mit Donna hat der Doktor einen sehr schlagfertigen Companion gefunden.

Vielen Dank an den Lübbe Audio Verlag für die drei Hörspiele, ich habe mich sehr darüber gefreut.

Joelle

25.03.18

Der Buchhalter von Auschwitz – Rezension


Cover vom Bloggerportal
Der Buchhalter von Auschwitz
Reiner Engelmann
215 Seiten, Hardcover
cbj Verlag
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Inhalt


Oskar Gröning arbeitete während des zweiten Weltkrieges jahrelang im Konzentrationslager Auschwitz-Birkenau als Buchhalter. Obwohl er nicht direkt Juden umgebracht hat, war er doch Teil einer grösseren Mordmaschinerie. Die Aufarbeitung seiner Taten in den Prozessen, 70 Jahre nach dem Krieg zeigen die Schwierigkeiten auf, die Deutschland mit seiner Vergangenheit hat. Hin und her gerissen zwischen Gerechtigkeit und Neuanfang.


Meine Meinung zu dem Buch


Ich möchte vorneweg nehmen, dass das kein Roman ist. In mehreren Kapiteln werden die Geschehnisse von Auschwitz dargelegt und besonders auch Grönings Rolle darin. Ausnahmsweise haben wir hier ein Buch, das hauptsächlich die Sichtweise der Täter darstellt, nicht die der Opfer, oder Untergrundkämpfer, sondern von überzeugten SS-Soldaten.

Engelmann gelang es dabei die Informationen in eine zwar reduzierte, aber nicht allzu gekürzte Form zu bringen. Am Ende des Buchs gibt es ein ausführliches Glossar und Namensverzeichnis, so dass man selbst die Wissenslücken auffüllen kann. Ich selbst habe ein recht grosses Vorwissen über das Dritte Reich und musste trotzdem nicht immer wieder Erklärungen lesen, die ich überhaupt nicht mehr gebraucht hätte. Trotzdem ist das Buch gerade auch für die Zielgruppe Jugendliche gut verständlich.

Mein Problem mit dem Buch war eher, dass die einzelnen Kapitel nicht besonders zusammenhängend waren, deswegen wurden Informationen immer wieder wiederholt, die Chronologie wurde komplett über Bord geworfen und der rote Faden fehlte.

Ich fand es sehr spannend, die Sicht eines SS-Mannes zu sehen, auch weil wirklich aufgezeigt wurde, wie die Angeklagten Nazis die ihre Schuld auf andere schieben konnten. Trotzdem empfiehlt es sich, das Buch zu lesen, wenn man schon ein wenig Bescheid weiss über den zweiten Weltkrieg. Insgesamt bin ich aber sehr froh, dass Bücher, wie dieses, geschrieben werden, um Jugendlichen die Verbrechen dieser Zeit vor Augen zu führen, denn den Luxus sie zu vergessen, können wir uns nicht leisten.

Joëlle

Ebenfalls von Reiner Engelmann über das Dritte Reich:

24.03.18

Solange es hell ist – Rezension


Solange es hell ist
Alexandra Kui

315 Seiten, Hardcover

cbj Verlag
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Inhalt

Überraschend bricht Mika morgens mit ihren kleinen Geschwistern Penny und Elias auf, nach Dänemark, den einen Leuchtturm suchen, den ihre Mutter so geliebt hat und an dem sich ihre Eltern getroffen hatten. Was genau sie dort vorzufinden hofft weiss sie nicht, aber das ganze ist eine Art Spiel, welches sie unbedingt spielen muss. Der mögliche Gewinn: ihr Vater. Doch zuvor sind die Verluste gross.
Wenn ihre Schwester sie fragt, wie lange sie noch fahren, dann lautet die Antwort: «Solange es hell ist».

 

Meine Meinung zu dem Buch

Ich möchte gerade mal vorneweg nehmen, dass Alexandra Kui einen sehr schönen und angenehmen Schreibstil hat. Der passt in meinen Augen auch besonders gut zu diesem Buch, was sehr auf Atmosphäre und Gefühle aufbaut. Da man recht ahnungslos in die Story hineingeworfen wird, gibt es auch das ein oder andere Mystery-Element, was erst im Laufe der Geschichte enthüllt wird. Obwohl ich einige dieser Enthüllungen vorausgesehen habe, hat das der Spannung keinen Abbruch getan, vielmehr wurde man in seinen mulmigen Gefühlen bestärkt. Das half enorm dabei, mit den Hauptfiguren mitzufühlen. Diese waren aber leider etwas eindimensional. Mika, die Protagonistin, ist 15 Jahre alt, stur und verschlossen, ihre kleine Schwester Penny ist 11, zickig und mindestens genauso stur und ihr kleiner Bruder Elias ist erst 5, aber sehr weise für sein Alter. Er ist grundsätzlich auch sehr lieb, ausser wenn er aus dem nichts Tobsuchtsanfälle hat.

Wie man nun vielleicht schon merkt, hat mich dieses Buch nicht gerade umgehauen. Das lag aber weniger an der Story, die ich durchaus interessant und spannend fand, sondern an einer Liste von kleinen Faktoren. Da wäre einerseits die Liebesgeschichte; meiner Meinung nach, hätte es diese schlicht nicht gebraucht. Die ganze Handlung basiert auf Mikas Familie und deren verrückten Vergangenheit, die Liebesgeschichte wirkte einfach nur viel zu weithergeholt, überhastet und insgesamt störend. Auch der Love Interest selbst, war leider gar nicht «interesting». Er kuscht wahnsinnig vor Mika.

Dabei sind wir auch schon bei einem weiteren meiner Kritikpunkte. Mikas Familie kommt aus eher ärmlichen Verhältnisse, Geld war bei ihnen schon immer knapp. Leider ist es nun so, dass Mika sehr gehässig über Leute herzieht, die Geld haben. Dieses Verhalten machte sie mir sehr unsympathisch, da sie grundsätzlich nur in negativen Klischees über die Menschen um sie herum gedacht hat.

Ich habe mich am Ende sehr schwer damit getan eine passende Bewertung zu finden, da ich einerseits das Buch sehr schnell und auch gerne gelesen habe, aber mir die Figuren richtig egal waren. Ich habe mich nun auf 2,5 von 5 Sternen festgelegt. Also nicht schlecht, aber halt auch nicht unbedingt etwas, was ich gerne wieder lesen würde. Das Buch wird aber wohl trotzdem noch länger in meinem Regal stehen bleiben, denn das Cover ist einfach nur wunderschön.

Joëlle