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Lord of Shadows - Review

Lord of Shadows The Dark Artifices 2 Cassandra Clare 699 pages McElderry Books So ...

18.11.18

Hercule Poirots Weihnachten - Rezension

Agatha Christie
Hörbuch

Gekürzte Lesung

Gelesen von Klaus Dittmann

Laufzeit 4h 13min
hier geh's zum Hörbuch 

Inhalt


Das reiche und eher unsympathische Familienoberhaupt Simeon Lee lädt seine ganze Familie über Weihnachten zu sich nach Hause ein. An Heiligabend finden seine Verwandten ihn aber tot in einem verschlossenen Raum vor, die ungeschliffenen Diamanten, die sich zuvor in seinem Besitz befunden hatten; weg. Glücklicherweise ist die Polizei schon unterwegs, denn Simeon hatte sie zuvor gerufen, weil er sich vor Diebstahl fürchtete. Der Fall schein sehr verworren, glücklicherweise ist der bekannte Detektiv Hercule Poirot gerade bei Oberst Johnson zu Besuch und hilft Polizeiinspektor Sugden bei den Untersuchungen, bei denen sie tiefer in Simeons eher unrühmliche Vergangenheit graben müssen und das eine oder andere Familiengeheimnis aufdecken.

Meine Meinung


Ich habe das ganze Hörbuch in einem Rutsch durchgehört, ich konnte nicht mehr aufhören. Agatha Christies Talent für Detektivromane ist einfach unglaublich. Dieser Fall hat mich stark an «Mord im Orient Express» (hier meine Rezension) erinnert. Ein reicher alter Mann, mit fragwürdiger Vergangenheit, wird von dieser verfolgt und unter mysteriösen Umständen getötet, die Verdächtigen sind alle noch vor Ort und werden von Poirot durchleuchtet. Immer wieder stösst man auf einen Hinweis, den man im Hinterkopf behält, aber Poirots Intelligenz übersteigt die meine immer und ich werde stets überrascht von Christies Geschichten. Die Ähnlichkeit ist gross, hat mich aber gar nicht gestört, vor allem, weil «Mord im Orient Express» ein geniales Buch war, ich lese nur zu gerne ein Buch, das ihm nachschlägt. Ich finde Christies Bücher funktionieren sehr gut als Hörbücher, man wird einfach immer noch ein Stück mehr in der Szenerie gefangen gehalten und bei einem Buch wie diesem passt ein Hörbuch, besonders eines gelesen von Klaus Dittmann, wie die Faust aufs Auge.
Gerade jetzt in der Weihnachtszeit eine grosse Empfehlung von mir.

04.11.18

Die Bösen – Geheimnisse des Schattenmarktes 6 - Rezension/Ghosts of the Shadow Market Cover



Cover vom Bloggerportal
Cassandra Clare und Robin Wasserman
eShort
Goldmann Verlag
Hier geht’s zum eShort

Céline Montclaire sucht stets Zuflucht in Paris, ihre Eltern pflegen sehr ungewöhnliche Erziehungsstrategien und immer wieder versucht sie ihnen zu entkommen. Auf diesen Fluchtversuchen stiess sie auf den Schattenmarkt in Paris. Jetzt ist sie wieder dort, aber auf einer Mission für den Kreis, für Valentin. Zum ersten Mal glaubt jemand an sie und sie vertraut Valentin ihr ganzes Glück an, im Gegenzug. Er verlangt von ihr viel, und verspricht ihr dafür den Mann, den sie liebt: Stephen Herondale.

 

Meine Meinung


Ich gehe davon aus, dass man die Rezension zu Teil 6 liest, auch die Geschichte schon gelesen hat, ich werde deswegen später auch ein wenig spoilern.
Aber hier erst einmal ein paar allgemeine Eindrücke.
Endlich! Wir kennen den Namen Céline schon ewig, bereits in den Chroniken der Unterwelt lernen wir, dass sie die Mutter von Jace war, die zweite Frau von Stephen. Doch immer war es ein Rätsel, wie es dazu kam, dass Stephen sich von Amatis getrennt und in Céline verliebt hat. Sie war einfach eine grosse Unbekannte in diesem Spiel. Nun haben wir sie endlich kennengelernt und einen Einblick in ihren Kopf erhalten. Wir haben auch Stephen vorgestellt bekommen, von dem wir bis jetzt auch nur wussten, dass er zu den eher charakterschwachen Herondales gehörte. Ganz Herondale-typisch hat er Angst vor einer sehr harmlosen Vogelart; Tauben.

Wie bei vielen der anderen Geschichten in dieser Sammlung, wollte ich am Ende einfach mehr. Ich hoffe sehr, dass wir die genaue Geschichte des Aufstieges des Kreises mal sehen werden.

Jetzt aber noch ein paar Details, die Spoiler sind.


Im Laufe dieser Geschichten haben wir uns langsam den verschollenen Herondales angenähert. Wir kennen Kit und seinen Vater Johnny Rook, aus Lady Midnight, und wir wissen ungefähr was mit Tobias Herondale geschah, beziehungsweise, wie sein Kind verschwunden ist, aber dazwischen klafft eine grosse Lücke. In «Die Bösen» lernen wir nun Jack Crow kennen, von dem man anfangs denkt er sei ein Herondale, aber Jems Bemerkung über sein Aussehen, das gar einem Herondale gleicht, zeigt schnell, dass das vermutlich eine falsche Fährte ist. Stattdessen hat Rosemary, seine Frau, die typischen Herondale Augen und damit nimmt Cassie ihren Plottwist schon vorneweg. Und tatsächlich, es stellt sich heraus, Rosemary ist eigentlich eine der verschollenen Herondales.
Was mich jetzt noch zum Nachdenken anregt ist die Ähnlichkeit der Namen Johnny Rook und Jack Crow, ich hoffe wir erfahren bald, was da genau passiert ist.

Um auf Céline zurückzukommen, mit ihr stimmt etwas ganz und gar nicht. Wir Erfahren im schon früh in der Geschichte, dass ihre Eltern ihr immer wieder Schmerzen zugefügt haben, und sie im Keller eingesperrt haben. Das hat dazu geführt, dass sie ein sehr verzerrtes Bild von Liebe hat. Sie himmelt Stephen an und ist sehr willig sich komplett zu ändern, um ihm zu gefallen. Auch weiss sie, dass er sie nicht liebt, sie ist aber trotzdem bereit, Valentins Angebot anzunehmen, und Stephen zu bekommen. Leider wird nie weiter ausgeführt, wie es dazu kam, dass ihre Eltern sie so missbraucht haben, denn Valentin lässt sie einfach töten am Ende der Geschichte und Céline akzeptiert das einfach so.

Das Cover für Ghosts of the Shadow Market ist da!

 

Son of the Dawn                    (Sohn der Dämmerung)         hier geht’s zu meiner Rezension
Cast long Shadows                 (Ein langer Schatten)             hier geht’s zu meiner Rezension
Every Exquisite Thing             (Alles Erlesene dieser Welt)
Learn about Loss                    (Verlust)                                 hier geht’s zu meiner Rezension
A deeper Love                        (Eine tiefere Liebe)                hier geht’s zu meiner Rezension
The Wicked Ones                   (Die Bösen)
The Land I lost                        (Mein Verlorenes Land, ET 19.11.18)
Through Blood, Through Fire (Durch Blut und Feuer, ET 24.12.18)


 Und das ist das Cover:

01.11.18

Verloren in Eis und Schnee – Die unglaubliche Geschichte der Geschwister Danilow - Rezension



Davide Morosinotto
Cbj Audio
Bearbeitete Lesung, 8h 21min
Gelesen von Gabrielle Pietermann, Nicolas Artajo, Reinhard Kuhnert
Originaltitel: La sfolgorante luce di due stelle rosse
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Um was geht es?


Unsere Geschichte beginnt in Leningrad während des Zweiten Weltkriegs. Die Zwillinge Danilow, Nadja und Viktor, sind 13 Jahre alt und verbringen ihre Freizeit gerne in der Hermitage, wo ihre Eltern arbeiten. Doch dann brechen die Nazis ihren Pakt mit der Sowjet Union und greifen an. Leningrad (heute St. Petersburg) liegt im Westen der Sowjet Union und wird dementsprechend schon bald zum Ziel der Deutschen. Mit Zügen werden die Kinder Leningrads deshalb evakuiert ins Innere des Landes. Ihre Eltern schärfen Nadja und Viktor ein unbedingt immer zusammenzubleiben, doch sie werden unterschiedlichen Zügen zugeteilt, Tage danach wird dann bekannt, dass Zug 76, der Zug in dem Nadja sass, von den Deutschen bombardiert wurde und alle Insassen dabei ums Leben kamen. Doch Viktor glaubt nicht daran, dass seine Schwester nicht mehr lebt, als Zwillinge haben sie eine sehr spezielle Beziehung und er macht sich auf den gefährlichen Weg zurück in den Westen, der Front entgegen, auf der Suche nach Nadja. Dabei weiss er noch nicht, welche Rolle er in der Belagerung von Leningrad und dem Kriegsgeschehen als Ganzes spielt.

Meine Meinung zum Hörbuch


Ich liebes es, wenn Hörbücher einem komplett in ihre Welt aufnehmen, und so geschah es, als ich mit dem Fahrrad durch den kalten Wintermorgen gefahren bin, und im Ohr mitangehört habe, wie Viktor und Nadja sich ihren Weg durch den eiskalten russischen Winter zueinander bahnen.
Ich war sehr positiv überrascht von «Verloren in Eis und Schnee», denn ich bin doch etwas älter als die Zielgruppe von ca. 12 Jährigen, und ich habe auch ein gewisses
Vorwissen über den Zweiten Weltkrieg und die Belagerung Leningrads. Das war auch der Grund, weshalb ich dieses Hörbuch als Rezensionsexemplar angefragt habe. Doch diese Geschichte hörte sich älter an, die Kinder erleben Schreckliches, ohne dass dabei etwas geschönt wird, und auch die Komplexität der Geschichte enttäuscht nicht. Das einzige was ich deswegen kritisieren würde ist, dass die Kinder älter wirkten als sie eigentlich waren.

Erzählt wird die ganze Geschichte in der Form von Tagebucheinträgen, die die Zwillinge schreiben, in der Art wie sie schreiben spürt man oft auch, wie sie sich fühlen. Da ich das Buch als Hörbuch gehört habe und Nadja und Viktor unterschiedliche Leser hatten, war immer klar, wer was geschrieben hatte, man erkannte es aber auch am Schreibstil. Persönlich fand ich die Sprecherstimmen sehr angenehm und passend, die von Nadja, Gabrielle Pietermann, ist auch die deutsche Synchronstimme von Emma Watson.

Ich habe schon einmal angesprochen, dass mir die Atmosphäre des Buches sehr gefallen hat, das lag daran, dass die Geschichte sehr an ein russisches Märchen erinnert hat, stellenweise wird es sogar auch angesprochen, verstärkt wird dieser Effekt dadurch, dass immer wieder erwähnt wird, wie unglaublich die ganzen Erlebnisse von Viktor und Nadja sind, aber ob das ganze stimmt oder nicht, spielt irgendwie keine Rolle, im Krieg hätte alles passiert sein können.

Vielen Dank an das Bloggerportal, für das Rezensionsexemplar.